Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Gilching von 1951 - 2000

1954

Die Freiwillige Feuerwehr Gilching hatte sich nun nach dem Kriegsgewirr wiedergefunden und ihre Tätigkeiten aufgenommen. Nachdem die Mitglieder der Feuerwehr eine geraume Zeit sparten, konnten Sie 1954 den ersten Feuerwehrausflug in Angriff nehmen. Organisiert vom damaligen Kommandanten Erich Forner fuhr man für zwei Tage auf die Hochalm.

1955

1955 verkaufte die Gemeinde aus Platzgründen die noch im Feuerwehrhaus stehende alte handbetriebene Spritze an die Fa. Kluiber. Dieser schlachtete sie aus und verbrannte den Rest zusammen mit dem Leichenwagen in der Kiesgrube.

1956

Im Jahre 1956 entschloss sich der Gemeinderat trotz schwacher Finanzlage, ein gebrauchtes Löschfahrzeug zu beschaffen. Noch im selben Jahr besichtigten Feuerwehrexperten aus Gilching sowie der Bürgermeister das Fahrzeug. Nach einer spritzigen Probefahrt wurde es gekauft, doch leider stellte sich heraus, dass es beladen nicht mehr so spritzig war. Da das erste Löschfahrzeug aus Bad Aibling stammte, bekam es von der Mannschaft den treffenden Namen „Bad Aiblinger“.

So hat es ausgesehen, unser erstes Löschfahrzeug. Dieses Foto entstand bei den Kameraden in Mittenwald. Sie besitzen und pflegen diese Rarität.

Erstes Löschfahrzeug von 1956

1961

1961 schaffte die Gemeinde eine neue Tragkraftspritze TS8/8 von Ziegler an, die bis ins neue Jahrtausend im Einsatz war. Sie lief tadellos und leistete bei vielen Einsätzen und Übungen ihren treuen Dienst. Die Pumpe kam als Ersatz für die in den Kriegsjahren erhaltene Robel Spritze. Auch diese ist nach einer Zeit, in der sie „irgendwo“ in Gilching verschollen war, wieder im Besitz der Feuerwehr. Unsere beiden Kameraden Franz Xaver Keil und Lothar Sutor restaurierten in den Jahren 2000 und 2001 unser Oldtimer Stück.

1963

Mit 8 gegen 5 Stimmen beschloss im Jahre 1963 der Gemeinderat den Kauf eines MAN Tanklöschfahrzeuges mit einem Aufbau von Ziegler. Das erste moderne Fahrzeug für Gilching kostete damals 53.191,- DM. Am 19.05.63 konnte die Wehr den neuen Stolz an der Vitus Kirche einweihen. Gleich nach der Segnung fuhr das Fahrzeug zu seiner ersten „Einsatzfahrt“. Im alten Bauhof brannte ein Fahrzeug. Als Schauübung löschten die Wehrmänner den brennenden Wagen. Mit Hilfe des Schnellangriffschlauches und eines C-Schlauches mit Kugelbrause rückte die 1. Löschgruppe dem Feuer zu Leibe und  konnte es schnell löschen.

1964

Am 11.10.1964 fand im Landkreis Starnberg eine Sternfahrt der Feuerwehren statt und wir beteiligten uns mit unserem TLF16. Die Fahrt zu Beginn der Feuerschutzwoche, an einem schönen Herbsttag, startete am Maxhof und erstreckte sich über ca. 135 km durch den Landkreis.

Sternfahrt der Feuerwehren des Landkreises Starnberg 1964

1967

1967 ging es weiter mit einer Neuanschaffung. Einen Ford Transit (Aufbauhersteller Ziegler) als TSF konnte die Gemeinde für uns erwerben. Das Fahrzeug holten ein paar Kameraden am 01. März in Gingen an der Brenz ab. Abends traf man sich zur Feier des Tages beim Oberen Wirt.

1968

Im Jahre 1897 errichtete die Gemeinde das Feuerwehrhaus in der Pfarrhofgasse, 1914 kam aus Platzgründen ein Erweiterungsbau hinzu. Nach nun 71 Jahren war dieses Haus zu klein geworden und in der Sitzung vom 29.01.1968 beschloss der Gemeinderat zwei Garagen im Bauhof aufzustellen und der Feuerwehr zu übergeben. Dort fanden die beiden neuen Fahrzeuge ihren Unterstand, denn ein sofortiger Bau eines Feuerwehrgerätehauses war aus finanziellen Gründen zu dieser Zeit unmöglich. Auch die Errichtung eines Schlauchtrockenturmes lehnte der Gemeinderat wegen der Kosten ab und es wurde nach einem Vorschlag ein Schlauchtrockenmast aufgestellt.

Der Umzug in den Bauhof brachte für die Feuerwehr viele Schwierigkeiten mit sich. So musste immer der Schlüssel im alten Feuerwehrhaus geholt werden, auch gab es kein warmes Wasser für die Fahrzeugpflege in den Garagen im Bauhof. Auch war bekannt, dass die Lösung nur ein Provisorium sein konnte, denn jetzt hatten zwar die Fahrzeuge ihre Unterkunft, aber für das Gerät war noch nichts gefunden.

Aufgrund der schlechten Finanzlage beschlossen die Gemeinderäte in dieser Sitzung ebenfalls die Einführung der Feuerschutzabgabe. Die Feuerschutzabgabe mussten ab diesem Zeitpunkt alle männlichen Einwohner im Alter von 18 bis 60 Jahren in Höhe von 12,- DM jährlich bezahlen. Ausgenommen waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, der Bundeswehr und des Bayerischen Roten Kreuzes, sowie Schwerbeschädigte. Die Einnahmen sind für den Feuerwehrzweck gebunden und 1990 auf 30,- DM erhöht worden. Mitte der 90er Jahre musste die Gemeinde nach einem Gerichtsbeschluss des europäischen Gerichtshofes die Abgabe abschaffen.

1970

In der Jahreshauptversammlung 1970, die am 10. März stattfand, konnte unser Vorsitzender Martin Wallner neben den üblichen Abhandlungen auch einige Ehrungen durchführen.

Für 30 jährige Dienstzeit: Josef Schäufler

Für 20 jährige Dienstzeit: Thomas Sterr, Georg Grandl, Hans Huber, Rudolf Seeger, Franz Keil, Josef Spreng, Johann Meßner, Hermann Högner und Rudi Schäufler.

Bürgermeister Kramer kündigte in dieser Versammlung an, dass die Wehr vielleicht schon 1971 an einen Neubau des Gerätehauses denken könne. Leider war dies dann doch nicht möglich und die Feuerwehr musste noch einige Jahre darauf warten.

1971

Das Jahr 1971 brachte in der Feuerwehr auch eine bahnbrechende Neuerung. Unser Tanklöschfahrzeug rüsteten wir mit unserem ersten Funkgerät aus. Heute ist ein Einsatz ohne Funk in den Fahrzeugen gar nicht mehr denkbar.

1972

Auf Grund der Olympiade 1972 hatten auch wir einen nicht alltäglichen Einsatz. Am 27.08.72 kam abends das „Olympische Feuer“ per Staffellauf durch Gilching. Wir übernahmen die Absperrung der Straßen und den Ordnungsdienst. Dies war ein sehr interessanter Einsatz für die Feuerwehr, denn wer kommt schon so nahe an das olympische Feuer heran.

Eine heute nicht mehr denkbare Übung konnte die Mannschaft am 09.12.1972 durchführen. Das seit dem Kriegsende als Obdachlosenheim dienende „Thosti Wohnlager“ am Münchner Torweg mussten wir im Auftrag der Gemeinde „warm abreißen“. Es war ein regelrechtes Großfeuer als die Holzbaracken lichterloh brannten. Die Zahl der Einsätze schwankte in den 70er Jahren sehr stark. So musste die Feuerwehr in einem Jahr nur siebenmal ausrücken, dafür ein Jahr darauf gleich 35 Einsätze bewältigen. Wieder ein weiteres Jahr bescherte acht Einsätze. So konnte man sich in keinem Jahr auf eine Kontinuität einstellen. Angefangen vom Mülltonnenbrand bis zum Großfeuer und von der Ölspur bis zur Massenkarambolage.

1974

Am 18. Februar 1974 konnte der Bürgermeister endlich den Startschuss für das neue Feuerwehrhaus am Starnberger Weg geben. Der Rat beschloss die Beauftragung von Architekt Ortler, das Bauvorhaben zu planen und durchzuführen.

1975

Im Herbst 1975 war der Bau, den die Gilchinger Firma Erich Forner errichtete, bezugsfertig. Die Wehr hatte nun endlich eine Heimstätte, in der sie richtig arbeiten konnte. Nun standen 4 Garagen incl. Waschhalle, ein Unterrichtsraum, zwei Dienstwohnungen, eine Schlauchpflegeanlage und noch vieles mehr zur Verfügung.

An einem trüben Dezemberabend 1975 trafen sich die Kameraden aus Gilching und das Rote Kreuz (Ortsgruppe Gilching) um den „Einzug“ ins neue Feuerwehrgerätehaus zu feiern. Den eigentlichen Einzug vollzogen die Feuerwehrmänner schon einige Wochen zuvor und somit ging ein lang gehegter Wunsch der FF Gilching in Erfüllung.

Nachdem unsere alte Fahne schon in die Jahre gekommen war, beschloss die Vorstandschaft 1975 eine neue anzuschaffen. Auch sollte mit dem Fest der Fahnenweihe die Einweihung des neuen Gerätehauses und die Ehrung verdienter Mitglieder gebührend gefeiert werden. Unser Festausschuss plante und organisierte in 15 Sitzungen den Ablauf dieses großen Festes.

1976

Am Donnerstag den 08.07.76 zapfte abends um halb sieben unser Schirmherr Bürgermeister Heinrich Will das erste Fass an und eröffnete so unser Fest. Im Festzelt ging es hoch her, denn es spielten die bekannten „Kaiserlich Böhmischen“ Blasmusikanten bis in die späte Nacht hinein. Dieser Abend wurde ein voller Erfolg. Die Weihe des Feuerwehrhauses konnten wir am Freitag feierlich vollziehen und Hr. Will überreichte den goldenen Schlüssel unserem Kommandanten Hofko. Den Höhepunkt dieses Tages bildete der Festabend mit der Ehrung von einem Dutzend verdienter Feuerwehrkameraden.

Feuerwehrhaus 1976 (Bild aus dem Münchner Merkur vom 4. Juli 1976)

Am Samstag standen dann die Türen des Gerätehauses für die Bevölkerung offen. Sie konnte das neue Heim der Gilchinger Wehrmänner besichtigen und sich von der Schlagkraft ihrer Feuerwehr überzeugen. Das Interesse zeigte sich an dem sehr regen Ansturm. Endlich, an einem herrlichen sonnigen Sonntag konnte der große Festtag mit Weckrufen in den Gilchinger Ortsteilen beginnen. Nach dem Empfang der 60 Vereine im Bierzelt, stellte man sich zum Kirchenzug auf und marschierte in den Pausenhof der Hauptschule. Der Himmel hatte sein schönstes Blau angelegt, als unser Pfarrer Anton Hangl die neue Fahne weihte. Nach diesem Festakt marschierten alle zurück in das Festzelt zum gemeinsamen Mittagessen. Pünktlich um halb zwei Uhr startete bei sommerlichen Temperaturen der Festzug. Vorangetragen unser neues Taferl, welches Rudi Schäufler schnitze und auch stiftete. Nach dem Marsch bei über 30°C konnten die Mannschaften endlich im Festzelt ihren Durst löschen. Als gegen 24 Uhr die Lichter ausgingen, beendeten wir das wohl schönste Fest unserer Wehr.

Die Feuerwehr bekam eine neue Gruppe. 1976 stellten die Kommandanten unter Löschmeister Franz Jakob eine „junge Löschgruppe“ auf. Diese legte schon ein Jahr später die erste Leistungsprüfung mit Bravour ab. „Die Leistung liegt weit über dem Landesdurchschnitt! Herzlichen Glückwunsch für unseren Nachwuchs!“, hieß es von den Schiedsrichtern.

Fahnensegnung durch Pfarrer Hangl 1976

1978

Bei den Neuwahlen 1978 wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand. Josef Schäufler übernahm das Amt und auf Vorschlag von Franz Hofko ernannte die Vorstandschaft Martin Wallner zu unserem Ehrenvorsitzenden.

1979

Das wichtigste Ereignis im Jahre 1979 war ohne Zweifel die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos.

Für 233.000,- DM beschaffte die Gemeinde ein LF 16 mit 800 Liter fassendem Wassertank, Stromerzeuger und als wichtigste Neuerung für Gilching ein hydraulisches Rettungsgerät. Gut gerüstet startete so die Feuerwehr in die 80erJahre. Nun waren auch wir den immer häufiger werdenden Unfällen auf den Straßen gewachsen. Herr Pfarrer Josef Schinagl und Herr Anton Schmidt weihten am 15.12.79 unser neues Auto. Seither stand das Löschgruppenfahrzeug mit Gottes Segen Tag und Nacht zur Hilfeleistung bereit und konnte bei vielen Unfällen gute Dienste leisten und auch viele Leben retten.

Weihe des LF16 im Jahre 1979

1980

Eine weitere Besonderheit gab es schon im Jahre 1980 in unserer Gemeinde. Beim Tag der offenen Tür am 10.05.80 bekamen wir Besuch aus Unterweitersdorf in Oberösterreich. Unsere österreichischen Kameraden legten mit viel Eifer das bayerische Leistungsabzeichen in Bronze mit Bravour ab. Die Bevölkerung zeigte für diesen Tag sehr großes Interesse. Sehr viele Gilchinger Bürgerinnen und Bürger verfolgten neugierig die Schauübungen und Vorführungen der Wehr. Als Highlight zeigten die Gilchinger und Geisenbrunner den Zuschauern eine Wasserwand aus 15 Strahlrohren. Zu einem ganz besonderen Einsatz alarmierte uns die Polizei 1980, in der Alarmmeldung lautete es “Wasserrohrbruch”. Der Einsatzleiter stellte jedoch fest, dass es sich um ein verstopftes Klo handelte. Die Frau, die uns alarmieren ließ, musste für diesen Missbrauch des Notrufes eine Geldstrafe von 250,- DM an die Gemeinde bezahlen.

1981

Im Jahre 1981 führte die Kreisbrandinspektion in der alten Ziegelei zwischen Gilching und Geisenbrunn eine Großübung durch. Nach mehreren Explosionen galt es rund 130 Verletzte (gestellt von der Bundeswehr) zu retten. Viele umliegende Wehren, das THW sowie das Bayerische Rote Kreuz beteiligten sich an der Übung.

Die Feuerwehr konnte über 90 Verletzte unter schwerem Atemschutz retten und dem BRK übergeben. Das THW hatte eine etwas leichtere Aufgabe, sie mussten noch ca. 40 Verletzte ohne Atemschutz retten. Diese sehr schwere Übung werden die meisten Kameraden nicht vergessen.

1983

Bei der Jahreshauptversammlung am 24.02.1983 standen Neuwahlen an. Die Ämter des Schriftführers (Gottfried Krischke) und des 1. Vorstandes (Josef Schäufler) bestätigten die Mitglieder und wählten den Kassier Manfred Hofko neu. An diesem Tag wählte die Dienstversammlung den lange aktiven Kommandanten Adalbert Bittinger (heute Ehrenkommandant) und den 2.Kommandanten (Georg Lallinger).

Am 15.11.1983 fand die Weihe des neu angeschafften Gerätewagens statt. Die Gemeinde beschaffte das Fahrzeug zum Transport der TS8, einzelner Sondergeräte und vornehmlich zum Mannschaftstransport. Die Firma Schwarzpunkt (Arbeitgeber des damaligen Kommandanten) stiftete zu diesem Anlass das Essen und die Getränke. Seit 1992 diente das Fahrzeug auch als “Zugpferd” für den Verkehrssicherungsanhänger, der vom Landkreis Starnberg bei uns stationiert ist. Durch diesen Anhänger bekam die Mannschaft besonders auf der Autobahn eine erhöhte Sicherheit.

Jahreshauptversammlung 1983

1985

In der Generalversammlung am 19.03.1985 stand die Berufung und Beschlussfassung der Vereinssatzung mit Neuwahlen auf der Tagesordnung. Nachdem jedes Mitglied die Satzung ausführlich prüfte, verabschiedete die Versammlung sie einstimmig. Um die Vereinssatzung einzuführen und ein eingetragener Verein zu sein, wählten die Mitglieder die gesamte Vorstandschaft neu. Veränderungen gab es dabei keine, die Alte blieb auch die Neue. Seit dem Zeitpunkt zählt der Verein aktive, passive und fördernde Mitglieder.

1986

Das Jahr 1986 war an sich nicht übermäßig aufregend. Die Wehr hatte 10 kleinere Brände, drei PKW Brände und einen Zimmerbrand zu bekämpfen. Auch einige Ölspuren und zwei kleinere Unfälle verzeichnet die Statistik. Doch dann kam der “schwarze Tag” über Gilching.

Schweres Unwetter verwüstete Häuser und Fluren. Diese Schlagzeile stand nach dem verheerenden Hagelschlag mit sintflutartigen Regenfällen vom Freitag den 23.05.1986 in der Zeitung. Zwischen 19 und 20 Uhr setzte es das ganze Gelände im Nu mit einem 10cm hohen Teppich von Eiskörnern zu.

Vom Obermoos stürzten sich die Wassermassen den Aubach herab und überschwemmten Wiesen und Gärten, spülten geparkte Autos weg und setzten unzählige Keller unter Wasser. Die Gilchinger Wehr konnte das nicht mehr alleine bewältigen und so kamen 10 Feuerwehren aus dem Umkreis zu Hilfe. Auch die Berufsfeuerwehr aus München war unter den Kräften. Die ca.150 Einsatzkräfte durften nach harten 20 Stunden Dienst wieder abrücken. Dieses Unwetter war wohl das bisher schlimmste in der Geschichte Gilchings. Es geht kein vergleichbares Unwetter aus den alten Unterlagen hervor.

Im Dezember des Jahres 1986 durften die Floriansjünger nun endlich ihr schon für Oktober versprochenes Fahrzeug in Empfang nehmen.Das neue TLF16/24 von der Fa. Bachert auf Mercedes Benz 1222, welches als Ersatz für den MAN von der Gemeinde gekauft wurde, weihte Herr Pfarrer Josef Schinagl im Januar feierlich ein. 1. Bürgermeister Heinrich Will überreichte an Kommandanten Adalbert Bittinger die Autoschlüssel und so ist die Feuerwehr noch schlagkräftiger geworden. Mit der Anschaffung des Fahrzeuges bestand nun die Möglichkeit, Atemschutzgeräte schon während der Fahrt anzulegen. Dadurch hatten wir einen enormen Zeitgewinn gerade für Zimmerbrände erhalten.

Weihe des TLF16/24 im Jahre 1986

1987

Um das neue Gerät der Bevölkerung näher zu bringen, veranstalteten wir 1987 auch wieder einen Tag der offenen Tür. Den Zuschauern zeigte die Feuerwehr sowie das Rote Kreuz wieder einmal ihre Schlagkraft. In vielen Schauübungen demonstrierten die Kräfte was alles möglich ist. Auch die Kinder kamen nicht zu kurz, so durften sie sich einen lang gehegten Traum erfüllen und einmal in einem Feuerwehrauto mitfahren. Nachdem fast sechs Stunden Veranstaltung vorüber waren, versetzte die Gilchinger und Geisenbrunner Wehr wieder einmal die Zuschauer in Staunen, indem sie eine Wasserwand aus 18 Strahlrohren bildeten. Die sehr rege Beteiligung der Bevölkerung zeigte, dass ein großes Interesse an der Arbeit der Floriansjünger besteht.

1988

Das Jahr 1988 begann in der Feuerwehr mit einem 60. Geburtstag. Unser langjähriges aktives Mitglied Thomas Sterr ist mit diesem Tag in den passiven Stand übergegangen und lud uns zu seiner Feier ins Feuerwehrhaus ein. Thomas Sterr war schon als 15-jähriger in der Kriegszeit in München bei den Löscharbeiten immer vorne mit dabei und bestritt somit 45 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr.

Unser erstes Grillfest feierten wir im August 1988. Im Anwesen unseres Kameraden Erich Jobst in Rottenried traf man sich an einem herrlichen Sommerabend. Das Bier stiftete uns die Raiffeisenbank und die Sparkasse und unsere Frauen stellten Salate und Kuchen zum Verzehr. Das Grillfest ist immer noch ein voller Erfolg und wir bedanken uns bei den Spendern sowie unseren Frauen für die guten Salate und Kuchen jedes Jahr.

1989

Bei der Dienstversammlung am 23.02.1989, einberufen durch den Gemeinderat, fanden nach dem neuen Feuerwehrgesetz die Wahlen der beiden Kommandanten statt. Wiedergewählt wurde als 1.Kommandant Adalbert Bittinger und als seinen Stellvertreter wählten die aktiven Mitglieder Franz Keil jun., nachdem Georg Lallinger nicht mehr kandidierte.

1990

Der Name “Wiebke” dürfte noch jedem ein Begriff sein, denn auch die Feuerwehr Gilching hat dieser Sturm 1990 schwer in Atem gehalten. Der erste Einsatz begann am 26.02.90 mit einem kleineren Sturm. Schon nach 3 Stunden konnten die Männer wieder einrücken. Doch nicht lange, schon am nächsten Tag dauerte der Einsatz über 12 Stunden. In der Nacht vom 28.02.90 zum 01.03.90 brach dann ein Jahrhundertsturm über Gilching und die umliegenden Wälder herein. Viele Hektar Wald riss der Sturm nieder. Für die Beseitigung der umgestürzten Bäume, Dächer eindecken, Kamine sichern usw. kämpften die Leute den ganzen Tag. An den vier Tagen brachte die Feuerwehr mehr als 41 Stunden Einsatz hinter sich.

1991

Einen sehr tragischen Unfall mussten die Kameraden am 20.10.91 bewältigen. Der Gilchinger Autohändler Georg Hörmann stieß auf der ST2069 auf Höhe Gut Hüll mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Sein Porsche, mit dem er auf einer Probefahrt war, fing sofort Feuer und die vier Insassen verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Auch einer der drei Insassen aus dem zweiten Auto verstarb später im Krankenhaus. Das zweite Auto war ebenfalls auf einer Probefahrt vom Autohaus Hörmann. Für die Feuerwehrler war dies ein sehr grausames Erlebnis, besonders da Georg Hörmann nahezu allen persönlich bekannt war.

Das Jahr 1991 brachte für die Gemeinde sehr hohe Ausgaben. Für rund eine Million DM erweiterte sie das Feuerwehrhaus, da für die Wehr eine neue Drehleiter, die ca. 800.000,- DM kostete, bei der Firma Iveco in Auftrag gegeben wurde und so der Platz im Feuerwehrhaus nicht mehr ausreichte. In den Jahren 91/92 standen also die Baumaschinen am Gerätehaus, um zwei neue Hallen zu errichten. Bei dem Umbau gestaltete die Gemeinde auch die Außenanlagen neu und die Feuerwehr stellte ein schönes Feldkreuz an der Südseite bei den Birken auf, welches einige Mitglieder in Eigenleistung fertigten.

Auch blieben seit diesem Jahr in Gilching die Sirenen still wenn ein Alarm eingeht. 45 neue Funkmeldeempfänger, sogenannte “Pipser”, konnte die Gemeinde zur stillen Alarmierung der Floriansjünger anschaffen. Jetzt ist es möglich, die Feuerwehr ohne Belästigung der Bevölkerung zu alarmieren. Nur noch bei Großschadenereignissen kommt die Alarmierung über Sirene hinzu.

1992

Wir verspürten noch eine kleine Unsicherheit als unsere Drehleiter am 27.01.92 zu ihrem ersten Einsatz ausrückte. Dennoch klappte diese erste Menschenrettung ohne Probleme. Einweihen durften wir unser neues Stück, welches unsere Hilfeleistungs- und Löschmöglichkeiten enorm steigert, am 02.02.1992. An diesem sonnigen aber sehr kalten Februartag segnete Herr Pfarrer Max Lang die Drehleiter. Danach trafen sich alle noch auf eine gemütliche Runde beim Oberen Wirt. Jetzt sind wir in der Lage, sowohl dem Rettungsdienst bei der Rettung von Verletzten aus höheren Stockwerken zu helfen, wie auch bei großen Bränden Personen zu retten und über die Leiter den Brand zu bekämpfen. Am gleichen Tag segnete unser Pfarrer auch den vom Landkreis Starnberg angeschafften Verkehrssicherungs-Anhänger. Unter der Leitung von Gruppenführer Alfred Windisch (später Kreisbrandmeister) begeisterten sich 8 junge Burschen aus Gilching für den Feuerwehrdienst. Voll motiviert legte die “1. Gruppe” unserer Wehr am 30. Oktober 1992 die “Leistungsprüfung Löschaufbau” in Bronze ab. Die Schiedsrichter waren von den jungen Floriansjüngern sehr begeistert und gratulierten zu einer sauberen und vor allem fehlerfreien Prüfung.

Diese junge Mannschaft konnten die erfahrenen Feuerwehrmänner in einer kleinen Weihnachtsfeier in die aktive Mannschaft aufnehmen. Bei der Gelegenheit wollten sie jedem einen Pipser aushändigen. Doch wo waren die Geräte? Versteckt in einem übergroßen Meldeempfänger (gebaut von Alfred Windisch und Franz X. Keil) fanden die Jungen ihre begehrten Stücke. Nach dieser kleinen Suche konnte sich endlich jeder über den erhaltenen Meldeempfänger freuen.

Feuerwehrhaus 1992

1993

Ein gigantischer Anblick bot sich den Kräften in der Nacht des 28.11.1993. Gegen 01.00 Uhr rückten die Feuerwehren aus Gilching und Umgebung zu einem Großbrand beim Verlegerdienst München im Industriegebiet aus. Als die ersten Kräfte dort ankamen, stand die komplette Fassadenfront im Vollbrand. Nach über 7 Stunden hartem Einsatz rückten die Feuerwehrmänner bei eisiger Kälte erschöpft ein. Schon fast traditionell beim Feiern, ist das schöne Wetter bei der Feuerwehr Gilching. So hatte auch am 08.05.93, als wir unsere Einweihung des Neubaus und den Tag der offenen Tür feierten, der Himmel sein schönstes Strahlen aufgelegt. Zusammen mit den Geisenbrunner Kameraden und dem Roten Kreuz zeigten wir dem fast nicht abreißenden Besucherstrom unser Haus und die Geräte. Nach Schätzungen lagen die Besucherzahlen bei ca. 3000 Menschen, welche sich die vielen Schauübungen in einem großen Kreis ansahen und uns bei der Ausgabe von Essen und Trinken in Atem hielten. Geduldig standen die Kinder in einer langen Schlange um einmal mit der Drehleiter in den Himmel zu fahren oder eine Runde mit einem der roten Autos mitfahren zu dürfen.

Stand auf dem Christkindlmarkt 1993

1994

Wie das schöne Wetter an den Tagen der offenen Tür, so ist auch das kalte Wetter bei unseren Fahrzeugweihen schon fast Tradition. So weihten wir nach einer Spendenaktion unter Gilchinger Gewerbetreibenden unseren Opel Omega (Kommandowagen) an einem sehr kalten Februartag ein. Nach der Segnung am 06.02.1994 vor der St. Sebastians Kirche, trafen wir uns wieder beim Oberen Wirt. Mit einem herrlichen Weißwurstfrühschoppen, den uns Herr Grün und Herr Klinglmair spendierten, rundeten wir den Tag ab. Durch einige engagierte Kameraden zeigen wir seit dem Jahr 1993 / 94 regelmäßig Präsenz in der Bevölkerung. So beteiligen wir uns seither mit herrlichen Bratwurst- und Halsgratsemmeln an den Kirchweih- und Christkindlmärkten im Ort.

1995

Bei der Dienstversammlung im Februar 1995 bestätigte sich die gute Arbeit unserer beiden Kommandanten in ihrer Wiederwahl. Die am selben Tag durchgeführten Neuwahlen im Verein ergaben jedoch einige Änderungen. Unser langjähriger Vorstand Josef Schäufler trat nach nun 17-jähriger Amtszeit aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an. Auch die beiden Vertrauensleute Franz Keil sen. und Erhard Bader ließen sich nicht mehr aufstellen.

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich für die geleistete Arbeit und das Engagement in der Feuerwehr bedanken. Als neuen Vorstand wählten die Mitglieder Heinrich Lenker und bestätigten bei den Wahlen 2001 sein Amt. Die beiden neuen Vertrauensmänner sind seither Alfred Windisch und Berthold Fink. Mit der neuen Vorstandschaft erschien 1995 zum ersten Mal unser “Gilchinger Spritz´n Blattl”. Es ist die Vereinszeitung der aktiven und passiven Feuerwehrler. Sie erschien halbjährlich und informierte (vor allem die Passiven) über die Geschehnisse der Wehr. Beiträge über unsere Ausflüge, Lehrfahrten und andere Veranstaltungen schrieben die Mitglieder selber.

Nach dem etwas ungünstigen Sommer herrschte in Rottenried eine regelrechte Mückeninvasion, weshalb wir mit unserem Grillfest nach Gilching zum Anwesen unseres Kameraden Georg Lallinger auswichen. Seither richtet der Verein das sehr gut besuchte Fest dort aus. Einen Dank an die Familie Jobst, bei der wir viele Jahre gastieren durften und auch an die Familie Lallinger bei der wir jetzt feiern dürfen. Als dritte Neuerung in diesem Jahr veranstaltete die Feuerwehr Gilching ihr erstes Wattturnier im Saal der Landjugend. Genau 112 Teilnehmer sind gekommen und spielten um die vielen Fleisch-und Wurstpreise. Leider schwamm der 1.Platz, dichtgefolgt von zwei Gilchinger Gruppen, den Starzlbach Richtung Alling hinunter.

1996

In der Nacht zum 01.05.1996 löste die Einsatzzentrale Alarmstufe 3 für Gilching aus. Großbrand im Gut Rottenried lautete die Meldung und schon von weitem konnte man den hellen Schein erkennen. Die ganze Nacht über kämpften ca. 150 Feuerwehrmänner um die brennende Maschinenhalle zu löschen und angrenzende Gebäude zu schützen. Die Gilchinger bekamen dabei aus Geisenbrunn, Oberpfaffenhofen, Wessling, Alling, Krailling, Meiling und von der Werksfeuerwehr Dornier Unterstützung. Auch am Nachmittag des nächsten Tages löschten wir einige auflodernde Glutnester ab. Bei diesen Großschadensereignissen ist immer die SEG (Schnelleinsatzgruppe) Gilching des BRK´s eine sehr große Hilfe für uns. Sie sorgt für Essen, Getränke und übernimmt nebenbei auch die medizinische Sicherheit der Einsatzkräfte. Besten Dank an die Gilchinger Sanitäter. Durch das steigende Interesse der Jugend in unserer Wehr, gründete die Vorstandschaft im Sommer 1996 eine Jugendgruppe, in der auch das erste Mädchen unserer Feuerwehr Dienst leistet. So startete die Gruppe gleich mit sieben Kids (meist Kinder von Mitgliedern), geleitet von Gruppenführer Wolfgang Meßner. Die damals angetretenen Jugendlichen stehen heute im aktiven Dienst und arbeiten immer noch mit viel Interesse und Engagement mit. Laufend kommen neue Jugendliche nach.

Durch viele fleißige Hände bekamen wir im Juni 1996, an der Rückseite der Waschhalle, eine Pergola. Seither steht uns eine überdachte Sommerresidenz im Freien zur Verfügung. Doch auch im Inneren gab es eine Neuerung. Ein sehr günstiges Angebot von der Firma PC-Spezialist ermöglichte es dem Verein, einen Computer anzuschaffen. Durch die immer mehr werdende Verwaltungsarbeit (Geräte- und Personalverwaltung sowie Einsatzberichte) wurde diese Investition dringend erforderlich.

1997

Das Jahr 1997 begann für die Hilfskräfte rund um die A96 dramatisch. Bei einer Massenkarambolage gerieten 62 Fahrzeuge und ein LKW ineinander und die Feuerwehren befreiten mehrere eingeklemmte Personen. Die über 100 nur sehr leicht bzw. nicht verletzten Beteiligten kamen zur Betreuung und Verpflegung nach Gilching ins Feuerwehrhaus. Dort kümmerten sich neben Feuerwehrlern, das BRK und freiwillige Helfer um die Personen. Bis alles von der Polizei aufgenommen und die Autobahn befahrbar war verging der ganze Tag.

Ende November 1997 war es so weit in Gilching, ein neues Fahrzeug hielt Einzug ins Gerätehaus. Den schon lange benötigten Rüstwagen “RW2” weihte dann gleich Herr Pfarrer Steinmetz am 23.11.97 in einem feierlichen Akt. Nachdem wir bei eisiger Kälte in der Kirche und bei der Weihe aus harrten, belohnten wir uns anschließend beim Oberen Wirt mit einer deftigen Brotzeit. Mit Gottes Segen waren wir nun in der Lage schnellstmögliche und sehr effektive technische Hilfe zu leisten. Die Schlagkraft dieses Fahrzeuges hat sich schon bei vielen Einsätzen bewährt.

Durch diese Anschaffung sind nun wieder alle Stellplätze belegt. Auch die sonstigen räumlichen Verhältnisse sind schon ein bisschen beengt. Nur durch laufende Umbaumaßnahmen und zusammenrutschen gelingt es uns, noch ein bisschen Platz zu ergattern. Zum Glück können wir zum Lagern einiger Verbrauchsmaterialien in den Bauhof ausweichen.

1998

Einen herrlich schönen Sonnentag schenkte uns Petrus am 09. Mai 1998. Der Tag der offenen Tür stand ins Haus und zusammen mit der Geisenbrunner Feuerwehr, dem BRK und der Polizei zeigten wir der Bevölkerung welches Hilfeleistungspotential ihr zur Verfügung steht. An diesem Tag konnten sich die vielen Zuschauer die Vorführungen der Feuerwehr ansehen und dadurch einen guten Einblick in die Aufgabenstellung gewinnen. Auch die Fahrten mit den Feuerwehrautos und der Drehleiter durften nicht fehlen. Wie auch bei den letzten Schautagen, riss der Strom an Kindern nicht ab und wir hätten noch Tage weiterfahren können.

Tag der offenen Tür 1998

1999

Im ersten Halbjahr 1999 führte das Rote Kreuz einen großen Erste-Hilfe Kurs in der Feuerwehr durch. An vielen Abenden unterrichtete BRK Ausbilder Helmut Schulz die Floriansjünger in den lebensrettenden Maßnahmen. Nach einer hervorragenden Abschlussprüfung waren nun 22 Kameraden frisch geschult und zur Ersten Hilfe bereit.

Das Pfingsthochwasser des Jahres 1999 bleibt auch den Gilchingern in Erinnerung. An diesem Wochenende rückten wir sowohl in Gilching selber, als auch nach Traubing und Stegen aus. 550 Mannstunden leisteten die Gilchinger Kameraden an diesem einen Wochenende, eine doch beachtliche Leistung. Einen weiteren Einsatzmarathon mussten wir nach Weihnachten bestreiten. Der Sturm Lothar hielt uns für 10 Stunden in Atem. Ständig waren die Fahrzeuge aus Gilching unterwegs um Bäume zu schneiden, Kamine zu sichern oder mit Hilfe der Drehleiter Dächer wieder einzudecken.

Durch den stark angestiegenen Einsatz von Flüssiggas hat die Firma Drachengas eine Feuerwehrschulung durchgeführt. Diese wurde im Rahmen einer Kreisausbildung bei uns abgehalten. Wir konnten viel daraus lernen. So stellte uns die Firma mit einigen Flüssiggasbränden auf die Probe. Durch das frisch erlernte Wissen konnten alle Brände schnellstens gelöscht werden.

2000

Den Ausklang des alten Jahres und das neue Jahr 2000 feierte eine Gruppe im Feuerwehrhaus. Nachdem so viel Angst vor dem Jahreswechsel bestand, musste eine komplette Löschgruppe an Silvester im Feuerwehrhaus Dienst schieben. Zusammen mit den Familien feierten wir ohne Alkohol in das neue Jahr. Zum Glück ereignete sich das gedachte Szenario nicht. Trotzdem blieb das neue Jahr für die Floriansjünger nicht ohne Arbeit. Innerhalb einer Woche mussten wir an fast der gleichen Stelle der Autobahn Hilfe leisten. Bei dem zweiten Unfall starb der Fahrer noch an der Unfallstelle. Die Wucht des Aufpralles auf den Baum war so groß, dass der Opel Astra in zwei Teile zerrissen wurde.

Auch im Verein begannen wir nicht untätig. Unser Büro platzte aus allen Nähten und wir räumten um. Zuerst musste unser Getränkekammerl eine neue Bleibe finden. Als wir dies im hinteren Teil des Kommandozimmers platziert hatten, begannen die Umbauarbeiten. Nach vielen Stunden harter Arbeit konnten wir unser neues Büro mit neuen Möbeln (die vom Verein angeschafft wurden) einrichten und Ende April endlich einweihen.

Der 29. Mai 2000 geht als ein sehr schwarzer Tag in der Geschichte Gilchings ein. An diesem Tag bekamen wir in den Morgenstunden einen Alarm zu einem sehr schweren Verkehrsunfall. Bei dem Unfall starben 4 Bauarbeiter der Firma Riebel. Noch während der Aufräumungsarbeiten meldeten die Kameraden von der Straßensperre einen weiteren schweren Unfall an der Autobahnabfahrt Argelsried. Leider konnten wir auch bei diesem Unfall der eingeklemmten Frau nicht mehr helfen. Nach diesen Ereignissen betreute der SBE (Streßbewältigung Einsatzkräfte) aus München die Kräfte um das Erlebte zu verarbeiten.

Auch der 6.August wird vielen Gilchingern noch in Erinnerung sein. An diesem Tag kam zum wiederholten Male das Hochwasser über die Häuser und Fluren. Wie schon öfter, mussten wir Keller auspumpen und Schutzwälle errichten. Bis alle Keller leer gepumpt und wir einrücken konnten, war es bereits Montag der 07.08.2000.

Zum ersten Mal in der Geschichte der FF Gilching konnte im September 2000 der Jugendpokal des Landkreises Starnberg bei uns ausgetragen werden. Beim 22. Jugendpokalwettbewerb beteiligten sich 42 Mannschaften, davon drei aus Gilching. Die letzten Monate des Jahres verliefen ohne großer Vorkommnisse. Der Festausschuss tagte bereits fleißig, um unser Fest vorzubereiten. Letztendlich planten, organisierten und arbeiteten die Mitglieder des Ausschusses unser 100-jähriges Wiedergründungsfest in 17 Sitzungen aus.